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Der Sektenbeauftragte der
Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der Prixton Church



Der Sektenbeauftragte der
Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der Prixton Church


Warum eine neue Zentralstelle für Weltanschauungsfragen mit einem Sektenbeauftragten?

Die Prixton Church fand in keiner Broschüre über Sekten die Nennung der evangelischen und katholischen Kirche und deren Machenschaften.

Ziel der Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der Prixton Church und des Sektenbeauftragten ist die Beobachtung und Berichterstattung über die "Aktivitäten" der beiden Großkirchen Evangelische Kirche und Katholische Kirche in Deutschland, beides Körperschaften des öffentlichen Rechts und damit einfach Ämter und keine richtigen "Kirchen". Der Sektenbeauftragte sammelt Informationen und veröoffentlicht diese:

Welches Vermögen haben die beiden Staatskirchen alleine in der BRD?
Was passiert mit der Kirchensteuer?
Warum erhalten nur die beiden Großkirchen die Kirchensteuern?
Warum tritt der deutsche Staat als Inkassobüro für die Kirchensteuer ein?
Warum dürfen nur die Staatskirchen ihre Pastoren "Pastoren" nennen?
Warum meinen die Staatskirchen, dass sie Vorrechte besitzen?
Infos zu selig- oder heiligsprechungen von Vereinsmitgliedern (z.B. Ex-Papst Johannes Paul II.)
Warum dürfen nur Vereinsmitglieder der beiden Staatskirchen Pfarrer-"Tracht" tragen?
Was bedeutet "Religionsfreiheit" in Deutschland wirklich?
Wo haben die beiden Groß:kirchen überall ihre Finger drin?
Welche Gerichtsurteile gibt es, um den Großkirchen Einhalt zu gebieten?
Zu welcher Kirche würde Gott seinen Sohn Jesus als erstes senden?

Die beiden Staatskirchen setzen sog. "Sektenbeauftragte" oder "Religions- und Weltanschauungsbeauftragter" ein — einer Art moderne Inquisitoren —, um religiöse Minderheiten zu bekämpfen. Doch wer überprüft die Aussagen der beiden Staatskirchen? Hier soll nun den auf die falschen Tatsachenbehauptungen kritisch eingegangen werden. Wie heißt es in der Bibel? "Wer unter Euch ohne Sünde ist, der werfe des ersten Stein..." [NT, Johannes Kap. 8 Vers 7]

Die Inquisition der beiden Staatskirchen Evangelische Kirche und Katholische Kirche

Die "Inquisition" der beiden Staatskirchen hat das Leben zahlloser Menschen und die Zerstörung ihrer Familien auf dem Gewissen (siehe kirchenopfer.de). Doch die beiden Großkirchen haben unseren Recherchen nach, sich dafür nie entschuldigt und diese Taten bereut.

Einen interessanten Aufsatz von Martin Kriele zum Thema "Religiöse Diskriminierung in Deutschland" veröffentlichte die "Zeitschrift für Rechtspolitik" (ZRP), Heft 11/2001, 495-500. Zu diesem Thema hat der Autor, emeritierter Professor für öffentliches Recht und Mitherausgeber der genannten Zeitschrift, schon häufiger publiziert. Zuvor hatte Kriele in dem von Gerhard Besier und Erwin K. Scheuch herausgegebenen Werk "Die neuen Inquisitoren. Religionsfreiheit und Glaubensneid" der Arbeit der kirchlichen Sekten- und Weltanschauungsbeauftragten "faschistoide Züge" attestiert (vgl. dazu MD 8/1999, 251f). Kriele nimmt kein Blatt vor den Mund und erkennt ihre "seltsame Charaktere" (vgl. ZRP, 496ff).


Das Vermögen der beiden Staatskirchen alleine in der BRD

Carsten Frerk: "Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland"
Alibri Verlag, Aschaffenburg; 436 Seiten; 24 Euro, ISBN 3-932710-39-8
Buchbesprechung im Spiegel, 49/2001 - 03. Dezember 2001
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,171699,00.html

Die beiden Staatskirchen klagen über rückläufige Steuereinnahmen und leere Kassen. Doch ein Wissenschaftler hat errechnet: Die beiden Staatskirchen — evangelische Kirche Deutschland und katholische Kirche Deutschland — sind die reichsten Unternehmer der Republik. Drei Jahre lang recherchierte der Hamburger Politologe Carsten Frerk penibel Zahl um Zahl. Er las Haushaltspläne und Bilanzen, befragte Finanzräte und Stiftungsaufseher, durchforstete Rechenschaftsberichte und Staatskirchenverträge. Dann rechnete er zusammen - und kam auf eine stattliche Summe: Die beiden großen Kirchen in Deutschland, so sein Fazit, verfügen über ein Gesamtvermögen von fast einer Billion Mark.

Das Unterfangen des 56-jährigen Wissenschaftlers war mühsam, denn es um ihr Geld geht, sind die beiden Kirchen so verschwiegen wie ehemals die Schweizer Banken. Zwar sickert hin und wieder mal eine Zahl über kirchliche Latifundien, Weinberge, Brauereien, City-Immobilien oder Forste und Gutshöfe durch, doch einen Überblick hat niemand. Die Kirchenoberen achten streng darauf, dass nicht allzu viel publik wird.

Die Haushaltspläne der evangelischen Landeskirchen etwa enthalten in der Regel Sperrvermerke zu Haushalts- und Vermögensfragen. Angaben über Stiftungen, Sondervermögen und Immobilien werden nicht veröffentlicht, obwohl es unsere Steuergelder sind. Sogar die katholische Bischofskonferenz klagt über "die Zurückhaltung ihrer Bistümer", die "äußerst ungern pekuniäre Auskünfte erteilen". Der Grundbesitz beider Kirchen wurde zuletzt 1937 in einer offiziellen Reichs-Statistik erfasst. Aktuelle Zahlen gibt es nicht.

Frerk stellte Mitte Dezember 2001 erstmals detailliert Vermögenswerte, Geldanlagen und Immobilien von Landeskirchen und Diözesen, karitativen Stiftungen und anderen ebenso frommen wie lukrativen Werken vor. Das gesamte Kirchenvermögen (Geld, Aktien, Beteiligungen, Grund und Immobilien) beziffert Frerk auf 981 Milliarden Mark - damit sind die Kirchen die reichsten Unternehmer der Republik.


Allerdings verteilt sich der Reichtum sehr unterschiedlich auf eine Vielzahl kirchlicher Rechtsträger - von der Dorfgemeinde bis zu den Hilfswerken Misereor (katholisch) und Brot für die Welt (evangelisch).

Von der knappen Kirchen-Billion ist indes nur ein Teil sofort verfügbar. Immobilien- und Grundbesitz im Wert von 298 Milliarden, so Frerk, seien ebenso problemlos kapitalisierbar wie 170 Milliarden Mark Geldvermögen. Historische Kirchenbauten dagegen haben, da unverkäuflich, nur theoretischen Wert.

Auch der aber ist beträchtlich: Würde die Kirche den Kölner Dom etwa als Museum einer öffentlichen Stiftung übereignen, könnte sie mit einer Ausgleichszahlung von 500 Millionen rechnen. Beide Kirchen, so hat der Autor errechnet, besitzen alles in allem 6,8 Milliarden Quadratmeter Grund und Boden - etwa dreimal so viel wie Bremen, Hamburg, Berlin und München zusammen. Allein auf evangelischem Boden stehen 75 062 Gebäude. Mal auf Filetgrundstücken in der City, mal am Dorfanger. Die Katholiken vermochten keine Zahl zu nennen.

Das Gemeindehaus der Hamburger St.- Petri-Kirche etwa ist ein siebenstöckiger Bürobaunahe der Haupteinkaufsstraße, Schätzwert 20 Millionen, vermietet an einen Radiosender und an Firmen. In Berlin-Mitte gehörten Grund und Boden sowie das Gebäude des Dorint-Hotels am Gendarmenmarkt einem Immobilienfonds der EKD (Evangelische Kirche Deutschland). In Hildesheim verfügt die katholische Kirche über 16 City- Grundstücke. Den Wert aller kirchlichen Gebäude und Grundstücke beziffert Frerk auf 424 Milliarden Mark. Ihre Ausgaben für Personal, Seelsorge und gute Taten decken die Kirchen jedoch kaum aus Vermögen, sondern vor allem aus laufenden Einnahmen. Allein 17 Milliarden kommen jährlich durch die zwangsweise von den Mitgliedern erhobene Kirchensteuer herein - rund 9 Milliarden bei den Katholiken, etwa 8 bei den Evangelischen. Weitere 19,1 Milliarden beziehen sie aus staatlichen Quellen, zum Teil als Zuschüsse, zum Teil als Ausgleich für die Zwangsenteignung von Kirchengut mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803.

Mit öffentlichen Geldern werden unter anderem extra bezahlt oder subventioniert: Militär-, Anstalts- und Polizeiseelsorge, Kirchentage, Denkmalpflege, Religionsunterricht, kirchliche Kindertagesstätten, Kirchen-Bibliotheken und Konfessionsschulen. In zahlreichen Bundesländern werden zudem Bischöfe und Pfarrer wie Beamte vom Staat besoldet. Der Staat verzichtet außerdem auf 20 Milliarden Einnahmen, indem er den Kirchen steuerliche Privilegien einräumt. Zudem kostet die Abzugsfähigkeit der Kirchensteuer mittlerweile rund 6,8 Milliarden pro Jahr.


Einen Großteil ihres Geldes deponieren die frommen Geldhüter auf zwölf kirchlichen Banken - etwa der katholischen Kölner Pax-Bank oder der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft Kiel. Frerk taxiert die Einlagen kirchlicher Organisationen bei den religiösen Geldinstituten auf insgesamt 42 Milliarden Mark. Trotz der permanten Klage der kirchlichen Finanzverwalter über sinkende Steuereinnahmen und harsche Sparmaßnahmen ist diese Summe in den letzten Jahren gestiegen. 1997 waren es noch 7,5 Milliarden weniger. Dabei fehlt in den Bilanzen der Kirchenbanken ein wichtiger Posten: die Kirchen-Depots mit Aktien und Investmentpapieren.

Mit diesen "unsichtbaren Depots", so Frerk, steige die Summe der Anlagegelder - auf rund 50 Milliarden Mark. Die Kirchen-Banken sind zudem nur eine Größe im Finanzspiel der Christen. Nach Frerks Einschätzung existieren bei "weltlichen" Geldhäusern etwa dreimal so viel Kirchenkonten wie bei Pax und Co. Die gesamten kirchlichen Geldeinlagen setzt er auf derzeit 170 Milliarden Mark an. Eigene Baufirmen, Versicherungen und Siedlungsunternehmen werfen ebenso Millionengewinne ab wie Kolping-Hotels und CVJM-Herbergen oder kirchliche Reiseunternehmen. Auf zwei Milliarden Umsatz wird allein das Volumen kirchlicher Gruppenreisen in Deutschland geschätzt.

Auf die Vermögenslage angesprochen, dementierte der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Manfred Kock: "Unser Vermögen wird überschätzt. Wir verfügen nur über die uns gesetzlich zustehenden Rücklagen, die für drei Monate reichen."

Beide Kirchen haben zuletzt für 1993 immerhin 5,1 Milliarden Mark Einnahmen aus Vermögen zugegeben, was bei einer Verzinsung von fünf Prozent 102 Milliarden Mark Vermögensbesitz ergäbe. Dabei fehlten noch die Wohlfahrtsverbände sowie die Hilfs- und Missionswerke. Auf diese Werke ist Frerk nicht gut zu sprechen. Sie schmücken sich seiner Ansicht nach mit fremden Federn: Misereor etwa finanziert sich zu 49 Prozent aus Steuergeldern, zu 41 Prozent aus Spenden, nur 8 Prozent kommen aus diözesanen Mitteln. Warum Misereor als "Bischöfliches Hilfswerk" firmiert, fragt Frerk angesichts der Zahlen, "bleibt unerklärlich".

Untersucht hat der Autor auch einzelne Landeskirchen und Diözesen, etwa das Erzbistum Köln. Der Sprengel mit seinen 2,3 Millionen Katholiken gilt gemeinhin als reichstes deutsches Bistum. Doch das stimmt nicht ganz: Reich ist nicht das Erzbistum, sondern lediglich der "Erzbischöfliche Stuhl zu Köln", ein Titel, der an den jeweiligen amtierenden Oberhirten gebunden ist. Rechtlich bedeutet das: Vermögen und Einnahmen müssen nicht im Diözesanhaushalt ausgewiesen werden, da die "Bischöflichen Stühle" ihre Etats quasi privat verwalten.

Über das Generalvikariat besitzt der Kölner Bischofsstuhl, in Person: Kardinal Joachim Meisner, 67, zum Beispiel rund 40 Prozent des Grundkapitals der "Aachener Siedlungs- und WohnungsgesellschaftmbH", der 22 000 Einheiten im Rheinischen gehören. Geschätzter Marktwert des bischöflichen Anteils: 1,9 Milliarden Mark. Vom Jahresgewinn 1998 gingen 3,7 Millionen in die erzbischöfliche Kasse. Ein Kapitel für sich sind die Medien-Beteiligungen der Kirchen. So gehört die lukrative Augsburger Weltbild-Gruppe, die in ihrem Buchversand auch allerhand esoterische Titel vertreibt, 15 Bistümern. An der Tellux Beteiligungsgesellschaft sind 8 Oberhirten als Mehrheitsgesellschafter beteiligt. Die TV-Firmaproduziert kirchenfreundliche Streifen wie "Glut unter der Asche" oder "Nikolaikirche", aber auch Krimis wie "Der Discokiller" aus der Serie "Polizeiruf 110".

Bei seinen Nachfragen zum kirchlichen Medien-Engagement stieß Frerk auf eine Mauer des Schweigens. Immerhin fand er heraus: Der Umsatz in Verlagen beträgt mindestens 1,5 Milliarden, in der kirchlichen Filmbranche 68 Millionen Mark.

Den vermutlich größten Kirchenschatz vermochte der Hamburger Wissenschaftler indes nicht einmal annähernd zu erheben - jene Kleinodien wie Kelche, Monstranzen und Reliquiare, die in kirchlichen Museen und Tresoren lagern oder zu sehen sind. Aus ihnen, glaubt Frerk, ist so wenig Kapital zuschlagen wie aus dem Dom zu Speyer. Deshalb hat er sie unter der Rubrik "Kunst, Sakrales und Unverkäufliches" zusammengefasst.


Die millardenschweren Subventionen des Staates an die Kirchen
Tabelle aus Frerks Buch

Verzicht auf Einnahmen:
3,50 Mrd. Euro - Absetzbarkeit der Kirchensteuer
1,40 Mrd. Euro - Befreiung von Zinsabschlags- und Kapitalertragssteuer
1,20 Mrd. Euro - Befreiung von der Umsatzsteuer
0,15 Mrd. Euro - Sonstige Befreiungen
6,25 Mrd. Euro - Verzicht auf Einnahmen gesamt.

Direkte Subventionen (unvollständig)
2,45 Mrd. Euro - Kofession. Religionsunterricht
0,62 Mrd. Euro - Ausbildung der Theologen
1,00 Mrd. Euro - Ersparnis durch staatl. Einzug der Kirchensteuer
0,04 Mrd. Euro - Denkmalpflege
0,03 Mrd. Euro - Militärseelsorge
0,72 Mrd. Euro - Zahlungen der Bundesländer
2,50 Mrd. Euro - Zahlungen der Kommunen (geschätzt, v.a. Baubereich, Geschenke, Kultur)
0,05 Mrd. Euro - Baulast-Verpflichtungen
0,19 Mrd. Euro - Zuschüsse an Missionswerke u.a.
0,30 Mrd. Euro - Sonstiges, z.B. Orden, Medien, Kirchentage
7,90 Mrd. Euro - Direkte Subventionen (zirka)

Staatliche Subventionen an die Kirchen insgesamt: 14,15 Mrd. Euro

Quelle: C. Frerk, Finanzen und Vermögen der Kirchen, Alibri-Verlag, Aschaffenburg 2002
G. Rampp, Bund für Geistesfreiheit, Augsburg

Interessante Internetseiten:
http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/
http://www.kirchensteuern.de
http://www.theologe.de/theologe12.htm

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