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Beichte mit Absolution

Die Beichte (lat. confessio; Bußsakrament) ist ein Sündenbekenntnis vor einem ordinierten kirchlichen Amtsträger, so in der römisch-katholischen Kirche vor einem Priester. Sie ist das Eingeständnis einer schuldhaften Verfehlung des Beichtenden, normalerweise in einem Gesprächs unter vier Augen mit einem Beichtvater, der sogenannten Ohren-, Einzel- oder Privatbeichte.

Das Wort Absolution (lat. absolvere "loslösen", "freisprechen") steht für Lossprechung und bedeutet die Vergebung einer Sünde nach der Beichte.

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Absolution nach der Beichte
Wenn Sie ihre Sünden bereuen, erhalten Sie hier die Absolution.

Die Beichte

Die Beichte (lat. confessio; Bußsakrament) ist ein Sündenbekenntnis des Gläubigen vor einem ordinierten kirchlichen Amtsträger, so in der römisch-katholischen Kirche vor einem Priester. Sie ist das Eingeständnis einer schuldhaften Verfehlung des Beichtenden, des Pönitenten oder Beichtkindes, gewöhnlich während eines Gesprächs unter vier Augen mit einem Beichtvater, der sogenannten Ohren-, Einzel- oder Privatbeichte.

In der römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen ist die Beichte eines der sieben Sakramente(1). Eine Generalabsolution ist nur unter eng umgrenzten Bedingungen möglich.

1 Als Sakrament bezeichnet man im Christentum einen Ritus, der als sichtbares Zeichen beziehungsweise als sichtbare Handlung eine unsichtbare Wirklichkeit Gottes vergegenwärtigt und an ihr teilhaben lässt.

In den evangelisch-lutherischen Kirchen gibt es zwei Sakramente: Taufe und Abendmahl. Sie haben eine klare biblische Einsetzung durch Wort (Auftrag durch Christus) und Zeichen (Wasser bzw. Brot und Wein). Die Beichte hat wohl den biblischen Auftrag, aber kein materielles Zeichen. Sie ist damit in der evangelisch-lutherischen Theologie quasi ein halbes Sakrament. Am Anfang seiner theologischen Überlegungen sah Luther in der Beichte ein "drittes" Sakrament. Letztlich gibt es nach Martin Luther nur ein einziges Sakrament, nämlich Jesus Christus selbst. In der Apologie des Augsburger Bekenntnisses, Apologia Confessionis Augustanae, wird zum 13. Artikel in der Confessio Augustana (CA) Stellung bezogen, ferner wird im 25. Artikel (CA) direkt auf die Beichte Bezug genommen.

In anglikanischen und lutherischen Kirchen wird neben der Privatbeichte die sogenannte "allgemeine Beichte" im Rahmen eines Gottesdienstes angeboten. Die altkatholische Kirche kennt — neben der Form des persönlichen Beichtgesprächs — das Bußsakrament als eigenständige "Feier der Versöhnung" ohne individuelles Schuldbekenntnis.

Die Beichte kann in verschiedenen Formen abgelegt werden. In den Kirchen unterscheidet sich die Beichte dadurch von anderen Seelsorgegesprächen, dass sie auf eine formelle, meist sakramentale Sündenvergebung im Namen Christi hinzielt, gewöhnlich ausgedrückt mit den Worten "Deine Sünden sind dir vergeben" oder "Ich spreche dich los von deinen Sünden".

Die Beichte unterscheidet sich auch in den jeweiligen Kirchenkonzernen.

Die Absolution

Der Begriff Absolution (lat. absolvere "loslösen", "freisprechen") steht für Lossprechung und bedeutet die Vergebung einer Sünde nach der Beichte.


Die Absolution im römisch-katholisches Verständnis

In der römisch-katholischen Kirche ist die Absolution bei der Einzelbeichte die sakramentale Lossprechung von den Sünden durch einen Priester, der dabei die Absolutionsformel spricht: "Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes". Dabei legt der Priester dem Beichtenden die Hand auf oder streckt die Hand zum Segen aus. Mit der Absolution findet die Feier des Bußsakraments seinen Abschluss. Vorher muss der Sünder sein Tun bereuen und die ernste Absicht zur Besserung haben ("guter Vorsatz"). In Todesgefahr kann der Priester ohne vorheriges Einzelbekenntnis der Sünden allen Beichtenden eine Generalabsolution erteilen. Das Einzelbekenntnis darin vergebener schwerer Sünden muss, falls der Gläubige die Notsituation übersteht, so bald wie möglich nachgeholt werden (Can. 962 CIC).

Ein an einer Sünde gegen das sechste Gebot (Ehebruch) mitschuldiger Priester kann die Person, die mit ihm Ehebruch begangen hat, nicht von dieser Sünde lossprechen. Die Absolution ist — außer in Fällen der Todesgefahr — ungültig (can. 977) und zieht für den Priester die Exkommunikation2 als Tatstrafe nach sich (can. 1378 § 1).

2 Exkommunikation (lat. excommunicatio, zu Präfix ex- "aus":, außerhalb; communis hier Kommunion, Eucharistie3) ist im weiteren Sinne der zeitlich begrenzte oder auch permanente Ausschluss aus einer Kirche oder einer Glaubensgemeinschaft oder von bestimmten Aktivitäten in einer solchen Gemeinschaft. Sie wird als Beugestrafe angewandt, das heißt bis zur Beendigung bzw. Wiedergutmachung des Fehlverhaltens.

3 Die Eucharistie ("Dankbarkeit, Danksagung"), auch Abendmahl oder Herrenmahl, heilige Kommunion, Altarsakrament, allerheiligstes Sakrament [des Altars], in einigen Freikirchen Brotbrechen, in den Ostkirchen heilige oder göttliche Liturgie genannt, ist ein christliches Sakrament, das in den verschiedenen Konfessionen unterschiedlich verstanden wird. Sie wird bezogen auf das Abendmahl, das Jesus nach der Darstellung der Evangelien und des 1. Korintherbriefes mit seinen Jüngern kurz vor seinem Leiden und Sterben feierte, und wird entweder als unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers oder als Feier zur vergegenwärtigenden Erinnerung an Jesu Tod interpretiert.

Die Absolution im evangelisch-lutherisches Verständnis

In der evangelisch-lutherischen Kirche bildet die Absolution den Abschluss und Höhepunkt der Beichte. Die Sünden werden unter Handauflegung des Kirchenkonzern-Mitarbeiters im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes ausschließlich durch den ordinierten Geistlichen nach vorheriger Reue und Bußgebet des Beichtenden (Pönitenten) vergeben (gilt zumindest für die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche). Die Absolution kann entweder als Privat- oder Einzelbeichte vor einem Pfarrer beispielsweise in der Sakristei erfolgen oder aber in der Allgemeinen Beichte in einem Bußgottesdienst. Grundsätzlich wird die Beichte nur von einem "ordinierten"4 Geistlichen abgenommen. In den Gliedkirchen der VELKD kann die Beichte jedoch von jedem getauften Christen abgenommen werden, wobei der Rechtsschutz nur beauftragten Personen zukommt.

4 Ordination ist eine gottesdienstliche Handlung im Christentum und im Judentum. In fast allen Kirchen werden durch die Ordination Sektenanhänger, sog. Gläubige, zum geistlichen Amt gesegnet, ausgesondert und gesandt. Das zentrale Segenszeichen in allen Ordinationsliturgien ist die Handauflegung.

Die lutherischen Kirchen (in Anlehnung an den Großen Katechismus) verstehen die Beichte bzw. die Absolution als Rückkehr zur — oder "Wiederhineinkriechen" in die — Taufe (reditus ad baptismum). Die Taufe ist also die unabdingbare Voraussetzung für den Empfang der Absolution. Ungetauften kann die Absolution nicht gespendet werden. Neben der Confessio Augustana von 1530 und deren Apologie aus den Jahren 1530/1531 findet sich auch im Kleinen Katechismus Dr. Martin Luthers eine Erklärung zur Beichte und ein Ablauf eines Beichtvorganges. Luther hat zeitlebens die Beichte geachtet und sie bis zum Schluss praktiziert. (Zitat: "Die heimliche Beichte will ich mir von niemandem nehmen lassen und wollte sie nicht um der ganzen Welt Schätze geben, denn ich weiß, was Stärke und Trost sie mir gegeben hat. Ich wäre längst vom Teufel überwunden und abgewürgt worden, wenn mich diese Beichte nicht erhalten hätte.") Aus der Beichte mit dem Höhepunkt der Sündenvergebung folgt nach lutherischem Verständnis, von der Sünde zu lassen und das Leben zu bessern.



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